Regelwerk

Zehn goldene Wasserball-Regeln für den Zuschauer

Spielfeld: Sieben von bis zu 13 Spielern agieren mit hohen Einsatz auf einem bis zu 30 x 20 Meter (Frauen: 25 x 20) großen Spielfeld, das mindestens 1,80 Meter tief ist, und können in der roten Wechselzone auch ständig ausgetauscht werden.

Spielzeit:
 Die neue Spielzeit von 4 x 8 Minuten (bei Unterbrechungen wird die Uhr angehalten) sowie eine fünfminütige Halbzeitpause mit Seitenwechsel (dazu eine Zwei-Minuten-Pause nach dem ersten und dritten Viertel) machen ein Wasserballspiel zu einer runden Sache.
Schnelle Aktionen: Hohes Tempo und wechselndes Spielgeschehen sind Trumpf: Jeder Angriff muß nach spätestens 30 Sekunden mit einem Torschuß abgeschlossen werden. Wird der Wurf von einem Verteidiger ins Toraus abgeblockt, wechselt der Ballbesitz ebenfalls.

Wasserball Pforzheim 2016_4

Eine Hand: Schnelle, geschmeidige Ballstafetten sind gefordert: Feldspieler dürfen den Ball nur mit einer Hand spielen oder abblocken. Der Ball darf auch nicht unter Wasser gedrückt werden.

Zweikämpfe: Körperkontakt ist ausdrücklich erwünscht: Spieler, die den Ball in der Hand halten, können attackiert oder festgehalten werden, und der Ball darf auch aus der Hand geschlagen werden. Innerhalb festgelegter Grenzen sind zusätzlich Positionskämpfe ohne Ball und Vorteilsregeln möglich. Wird der Gegner mit Ball stark bedrängt und lässt den Ball los, gibt es ein normales Foul. Der Gefoulte Spieler darf dann den Ball in Ruhe spielen.

Zeitstrafen und Überzahl: Schwerere Verstöße (Halten eines Gegners ohne Ball) werden mit einer 20 Sekunden dauernden Zeitstrafe geahndet. Das daraus resultierende 6-gegen-5-Powerplay in Überzahl entscheidet oftmals ganze Begegnungen und Meisterschaften.

WB SpielfeldFünfmeterlinie (gelb): Schwere Verstöße im Fünfmeterraum (Vereitelung einer klaren Torchance) führen zu einem Fünfmeterstrafwurf. Von außerhalb dürfen zudem auch Freistöße direkt auf das Tor geworfen werden.

Zweimeterlinie (rot): Auch beim Wasserball geht es geordnet zu: In den Zwei-Meter-Raum darf von den Angreifern nur eingeschwommen werden, wenn sich dort auch der Ball befindet.

Persönlicher Fehler: Jeder Wasserverweis und jeder Strafwurf werden dem schuldigen Spieler als „Persönlicher Fehler“ angeschrieben. Nach dem dritten Eintrag ist für den betroffenen Akteur das Spiel beendet.

Auszeit: Vier Auszeiten pro Mannschaft von je einer Minute sind oftmals das letzte taktische Mittel und steigen oftmals die Spannung ins Unermeßliche: Zumeist wird im entscheidenden Augenblick die Überzahlformation gebracht.

Aufstellung: Die Aufstellung erfolgt meist im Halbkreis, vergleichbar mit dem Handball. Der Spieler direkt vor dem Tor heißt Center. Er wird vom Centerverteidiger verteidigt und ist die am härtesten umkämpfte Position im Wasserball. Kommt ein Ball direkt vor den Center und der Verteidiger steht hinter ihm, gibt es eine Zeitstrafe. Dies passiert nicht, wenn der Ball zu weit vom Center entfernt ist oder andere Verteidiger den Ball rechtzeitig weg schnappen.

 

Die genauen Regeln können dem aktuellen Regelwerk entnommen werden. Das findet man auf der Seite des DSV unter Wasserball Regelwerk Fachteil Wasserball.