Gottwald und Schattner vom 1. FCN sind Weltmeister

Biathle- und Triathle-WM in Hurghada für die gelernten Triathleten sehr erfolgreich.

Auf der Laufstrecke eine Macht: Lena Gottwald

Trotz Anstrengung ruhig und konzentriert: Schattner

Triathleten wagen sich gerne mal auch an andere Ausdauersportarten heran und so machten Lena Gottwald und Marcus Schattner einen Abstecher in die Welt des Biathle und Triathle. Beides stellt eine reduzierte Form des modernen Fünfkampfes dar. Während man im Biathle „nur“ die Disziplinen Laufen, Schwimmen, Laufen absolvieren muss, kommt beim Triathle auch noch das Schießen mit einer Laserpistole hinzu. Von der Belastung her erinnert letzteres mehr an Biathlon, denn auch hier muss die Balance gefunden werden, zwischen maximaler körperlicher Anstrengung und ruhiger Genauigkeit. Beim Triathle muss zuerst mit der Laserpistole ein Ziel fünfmal getroffen werden, bevor man zum Schwimmen und anschließend zum Laufen gehen darf. Da das Ganze insgesamt nonstop viermal hintereinander wiederholt wird, darf der Athlet beim Laufen nicht über seine Grenzen gehen, denn immerhin wartet gleich wieder der Schießstand auf ihn. Und gerade das präzise Schießen nach dem pulstreibenden Laufen macht den Reiz dieser Sportart aus, denn hier finden viele Positionswechsel statt, was die Attraktivität für den Zuschauer fördert.

Vom 25. bis 28. Oktober fanden nun in Hurghada (Ägypten) die UIPM-Weltmeisterschaften im Biathle und Triathle statt. Lena startete gleich zu Beginn mit dem Sportkameraden Pierre Jander aus Weiden in den Staffelwettbewerben. Und für beide begann die WM hier schon erfolgreich. In der Biathle-Staffel erreichten sie den 4. Platz und in der Triathle-Staffel mit Platz 3 sogar das Siegerpodest.

In den folgenden Tagen wurde es mit den Einzelwettkämpfen aber dann richtig ernst. Für Lena, die in bester körperlicher Verfassung antrat, stellte das ungewohnte Schießen nach wie vor eine Zitterpartie dar. Im Vergleich zur Konkurrenz hat sie hier auch noch die meisten Defizite. Und so kam es, wie es kommen musste: Durch die langen Schießzeiten verspielte sie ein ums andere Mal den Vorsprung, den sie sich auf der Schwimm- und Laufstrecke erarbeitet hat. Trotzdem verfehlte sie das Treppchen mit nur 20s Rückstand auf Platz 3 nur äußerst knapp. Im Biathle konnte ihr dagegen keine Konkurrentin das Wasser reichen. Zwar versuchte diese Lena zu folgen, aber spätestens nach dem Schwimmen war das Rennen entschieden. Vor Südafrika und Tschechien lief Lena Gottwald souverän dem WM-Titel entgegen.

 

Für Marcus Schattner lief es sogar noch erfolgreicher. Durch eine sehr solide Schießleistung schaffte er es, die Konkurrenz aus Spanien Großbritannien und Südafrika, in Schlagweite zu halten, so dass er im Wasser immer wieder auf sie aufschließen konnte. Nach dem letzten Schießen spielte er dann seine Dominanz im Wasser aus, und musste den Vorsprung auf der Laufstrecke „nur noch“ verwalten.

In Biathle dagegen entpuppte sich der deutsche Andreas Harms als Schattners größter Konkurrent. Harms suchte gleich zu Beginn sein Heil in der Flucht, konnte aber keinen deutlichen Vorsprung herauslaufen, so dass er im Wasser wieder gestellt wurde. Angefeuert von Pierre und Lena ließ Marcus Schattner dann auch beim abschließenden Lauf nichts mehr anbrennen und holte sich das zweite WM-Gold.

Da Schattner im Biathle-Wettkampf auch noch Mannschaftsgold holte, konnten Lena und Marcus mit insgesamt 4 Goldmedaillen zurück nach Nürnberg fliegen.

 

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