4 Tage Wettkämpfe in Dauerschleife

Marcus Schattner bei den Biathle und Triathle Weltmeisterschaften in Florida.

Marcus Schattner beweist seine starke Form in Florida!

St. Petersburg in Florida (USA) war der diesjährige Austragungsort der UIPM (Union Internationale de Pentathlon Moderne) für Biathle und Triathle. Dabei werden beim Biathle mit Laufen-Schwimmen-Laufen `nur` zwei Disziplinen des modernen Fünfkampfs bedient, während beim Triathle noch das Schießen hinzukommt. Bei Letzterem sind dann die Teilnehmer aufgefordert, 4mal in Folge zu schießen, zu schwimmen und zu laufen. Die Streckenlängen werden dabei den entsprechenden Altersklassen angepasst. Alle beide Formate gibt es zudem als Einzel-, aber auch als Staffelwettkämpfe. Eine Staffel besteht immer aus einer Frau und einem Mann, die sich dann die Streckenlängen aufteilen und bei der die Frau beginnt.

St. Petersburg empfing seine Gäste erwartungsgemäß mit strahlendem Sonnenschein, Temperaturen nahe der 30°C und einer immens hohen Luftfeuchte. Touristen, die zum Überwintern nach Florida kommen, mag dies zwar gefallen, für die Wettkämpfer aber stellt das eine zusätzliche körperliche Belastung dar. Zwar kann es in der Hurrikan-Saison durchaus zu kurzen, schweren Regengüssen kommen, diese bieten aber dann keine Abkühlung, sondern lassen die Luftfeuchtigkeit nur noch zusätzlich ansteigen.

Marcus Schattner beschloss aber den Umständen zu trotzen und meldete sich zu jedem der vier Wettkämpfe an. Seine Partnerin Barbara Oettinger kam aus Baden-Württemberg und war nur für die Staffel gemeldet. Insgesamt waren 420 Athleten aus 33 Ländern am Start, die am Yachthafenbecken um internationale Ehren stritten.

Am  Freitag standen die Triathle-Staffeln auf dem Programm. Mit unheimlich schnellem Antritt und ruhiger Hand beim Schießen konnte sich Marcus Schattner immer näher an den führenden Briten heranschieben und schaffte es nach dem letzten Schwimmen sogar, an ihm vorbeizugehen. Damit sicherte er die erste Goldmedaille für Deutschland.

Mit Tag drei begannen die Einzelwettbewerbe. Marcus erwischte hier endlich einen perfekten Tag und konnte seine perfekte Form unter Beweis stellen. Gleich von Beginn an überraschte er die Konkurrenz mit einer fast makellosen Schießleistung und übernahm von dort gleich die Führungsposition. Für den gelernten Triathleten eine ausgezeichnete Situation, da er physisch eine der stärksten Athleten im Feld war. Selbst nach einem sehr mäßigen Schießen in der zweiten Runde, schaffte er es die Spitzenposition zu behaupten. Auch die Teilnehmer der Masters 40+, die zeitgleich gestartet sind, konnten ihm ab da nicht mehr folgen und so lief der Rother einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen.

Die Biathle-Wettkämpfe am Sonntag, bildeten den Abschluss der Veranstaltung. Da die Luftfeuchtigkeit noch weiter anstieg, führte das zu einen Dauereinsatz der Sanitäter. Eine Reihe von Athletinnen und Athleten, selbst aus Südafrika, verzichteten aus gesundheitlichen Gründen deshalb auf einen Start. In einigen Klassen gingen mehr als die Hälfte der Gemeldeten nicht ins Rennen. Marcus hatte die vorhergehenden Wettkämpfe gut weggesteckt und konnte sogar von Beginn an das Tempo der frischen Portugiesen und Briten mitgehen, die nur für die Biathle-Wettkämpfe gemeldet waren und somit frische Beine hatten. Der Wettkampf entschied sich damit im Wasser und in der Wechselzone. Das war allerdings das Metier des ligaerfahrenen Triathleten, der hier so viel Vorsprung herausschwamm, dass er beim Abschlusslaufen das Geschehen von der Spitze aus diktieren konnte und ungefährdet als erster ins Ziel lief.

Mit seinen beiden Einzel-Siegen im Biathle und Triathle gelang ihm als Erster in der Geschichte der UIPM eine erfolgreiche Doppel-Titelverteidigung.

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